Unsere Mitglieder im Portrait

Die Akademie entscheidet über die Aufnahme neuer Mitglieder auf Basis persönlicher Empfehlungen. Wir suchen Visionäre, die im Sinne unserer Vereinsziele interkulturell zusammenarbeiten wollen.
René Böll, 教授 (Professor), Beijing Minzu Universität, China
René Böll wurde 1948 in Köln geboren. 1963 begann er sich autodidaktisch das Zeichnen und Malen anzueignen. Ab 1966 nahm er Unterricht bei Bernhard Müller-Feyen und studierte ab 1967 Malerei und Druckgraphik in Köln und Wien. Bereits Anfang der 70er Jahre folgten erste Arbeiten mit chinesischer und japanischer Tusche, die er ab 1993 neben seinem Werk in europäischen Maltechniken wieder systematisch in sein künstlerisches Schaffen aufnahm. Zahlreiche Ausstellungen in Deutschland, Frankreich, Irland, Niederlande, Schweden, Schweiz, Tschechien, Ecuador und den USA machten sein Schaffen international bekannt. Seit den 90er Jahren bereiste er die Ursprungsländer der traditionellen ostasiatischen Tuschmalerei China und Japan, in denen seine Werke auch ausgestellt wurden (u.a. Kunsthalle Chinas in Peking, Kunsthalle Shaanxi in Xian, Kunsthalle Shandong in Jinan, Drachenmuseum in Weifang, Deutsche Botschaft in Beijing, Städtisches Museum Kyoto). 1998 nahm er als einziger westlicher Künstler an der 1. Internationalen Biennale der Tuschmalerei in Shenzhen teil. Seit Oktober 2002 ist er Professor an der chinesischen Kunsthochschule der Beijing Minzu Universität.
Prof. Dr. Fawzi Boubia
Fawzi Boubia wurde 1948 in Khémisset, Marokko, geboren. Nach einem Studium der Literatur-, Politikwissenschaft und Romanistik an der Universität Heidelberg, das mit einem Master und einer Promotion (Doktor der Philosophie) abgeschlossen wurde, habilitierte sich Fawzi Boubia an der Sorbonne. Er ist Professor für deutsche Literatur- und Kulturgeschichte (Rabat/Caen, em.). Seit einigen Jahren ist er in Berlin als Schriftsteller, Philosoph und Übersetzer tätig. Seine zahlreichen Aufsätze und Vorträge kreisen hauptsächlich um Fragen der interkulturellen Beziehungen zwischen Orient und Okzident unter besonderer Berücksichtigung der deutschsprachigen Länder. Seine Publikationen verfasst er vornehmlich auf Deutsch, aber auch auf Französisch und Arabisch. Er ist der Autor von “Heidelberg-Marrakesch, einfach” (1996), dem ersten und bisher einzigen marokkanischen Roman deutscher Sprache (in Marokko verfasst, auch auf Französisch und Arabisch erschienen). In Druck befindet sich sein letztes Buch „Von Deutschland lernen. Integration und Ausgrenzung im deutschen Denken“.
Dagmar Dotting M.A., B.A., me
Schatzmeisterin
Dagmar Dotting wurde 1972 in Wolfhagen geboren. Zunächst lange Berufspraxis als Tischlermeisterin, Gestalterin für Raumkonzepte und Systemischen Design und entsprechende selbständige Berufstätigkeit; absolvierte sie ab 2007 ein Doppelstudium der Freien Bildenden Kunst an der Kunsthochschule Kassel (M.A.-Abschluss mit Auszeichnung bei Prof. Radermacher zum Thema „Kunst im Kontext“) und der Philosophie und Kunstwissenschaft an der Universität Kassel (Abschluss B.A.). Gegenwärtig ist sie Doktorandin im Fach Philosophie an den Universitäten Prag und Wien. Ihre Schwerpunkte sind Phänomenologie, Interkulturelle Philosophie, japanische Philosophie, und ostasiatische Ästhetik. Daneben lebensweltlich philosophische Praxis: künstlerische Gestaltung im sozialen und öffentlichen Raum sowie in der Sprache. Insgesamt liegt ihr Fokus dabei auf Vermitteln des Erlebens im Zwischenraum der Phänomene, die sich aus dem prozessualen Kontext heraus atmosphärisch-integrativ ausdrücken. Dies schlägt sich auch in ihrer internationalen Vortragstätigkeit nieder. Sie ist Mitglied der Gesellschaft für Interkulturelle Philosophie (GIP) und im European Network of Japanese Philosophy (ENOJP). 2012 Organisation und Moderation des Symposiums „Interkulturelle Ästhetik“ an der Kunsthochschule Kassel. 2019 Residence am Nanzan Institut Nagoya/JP. Seit 2020 Verwaltung des Nachlasses von Prof. Dr. J. E. Seiffert und R. Seiffert.

Pfr. Dr. Ludwig Frambach
Ludwig Frambach, 1954 geboren, ist Dr. theol. und evangelischer Pfarrer. Er studierte ev. Theologie, Philosophie und Pädagogik, ist Psychotherapeut (HPG) (Gestalttherapie/ Integrative Therapie) sowie Pastoralpsychologe/Supervisor (DGfP). Jahrelange Zen-Praxis als Schüler von Hugo Enomiya-Lasalle u.a. Zen-Lehrern sowie Ausbildung in Qi-Gong. Er versteht sich als Kontemplations- und Meditationslehrer ohne religiöse oder konfessionelle Fixierung. Studienaufenthalte führten ihn nach Indien, Japan und in die USA. Veröffentlichungen zu Theologie, Mystik, Psychotherapie, Philosophie, Interreligiösem Dialog, Ökologie (Identität und Befreiung in Gestalttherapie, Zen und christlicher Spiritualität 1994, u.a.).
Elshan Ghasimi, Assistent-stajor, Musikakademie, Baku, Azerbaijan
Elshan Ghasimi, 1981 in Esfahan, Iran geboren, ist klassische Musikerin, Komponistin und Performance-Künstlerin. Sie studierte die persische Tar, persische Literatur und Philosophie am Musikkonservatorium in Teheran der Universität für Kunst und Skulptur Teheran und an der Musikakademie, Baku, Azerbaijan. Sie ist weltweit eine der wenigen Meisterinnen der Tar. 1998, bereits mit 17 Jahren, spielte sie als jüngstes Ensemblemitglied im persischen Nationalorchester. Heute tritt sie vor allem als Solistin auf und verschmilzt Musik, Performance und Konzeptkunst. Ghasimi arbeitet genreübergreifend und setzt sich für den gleichwertigen Dialog von klassischen persischen und klassischen europäischen Musiktraditionen ein. Sie lebt und arbeitet in Berlin und Teheran.
Prof. Dr. Reza Hajatpour
Präsident
Reza Hajatpour wurde 1958 im Iran geboren, begann 1978 seine Ausbildung an der theologischen Hochschule in Ghom. 1986 verließ er seine Heimat und ging nach Deutschland ins Exil. Seine Erinnerungen an die islamische Revolution hat er in seinem Buch „Der brennende Geschmack der Freiheit" (Suhrkamp) festgehalten. 1992/93 erhielt er ein Auslandsstipendium für einen einjährigen Studienaufenthalt an der amerikanischen Universität in Kairo. 1997 erhielt er ein Stipendium der Friedrich-Ebert-Stiftung für sein Promotionsprojekt „Die iranische Geistlichkeit zwischen Utopie und Realismus". Im Jahr 2000 schloss Reza Hajatpour seine Promotion mit der Endnote im Rigorosum: "summa cum laude (0,00)" ab, wofür er im selben Jahr den Förderpreis der Otto-Friedrich-Universität Bamberg erhielt. Von 2000 bis 2002 arbeitete er als Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität Halle an der Saale, seit 2002 als Wissenschaftlicher Assistent am Lehrstuhl für Iranistik der Otto-Friedrich-Universität Bamberg. Im Juli 2009 schloss er seine Habilitation „Vom Gottesentwurf zum Selbstentwurf. Die Idee der Perfektibilität in der islamischen Existenzphilosophie" ab. Er publizierte diverse Artikel in internationalen Magazinen, Zeitschriften und Sammelwerke und hielt zahlreiche Vorträge an Akademien, Universitäten und wissenschaftlichen Einrichtungen im In- und Ausland. Von April bis September 2012 hatte er eine Vertretungsprofessur an der Eberhard Karls Universität Tübingen für das Fach Islamkunde. Seit Oktober 2012 ist er Hochschulprofessor und hat den Lehrstuhl für Islamisch-Religiöse Studien an der Friedrich-Alexander Universität Erlangen-Nürnberg inne.
Peter Kees
Peter Kees wurde 1956 in Bayreuth geboren. Er studierte Geisteswissenschaften und arbeitete als Theaterregisseur, ehe er sich ausschließlich der Bildenden Kunst widmete. Er versteht sich als Chronist und Vermesser gesellschaftlicher und menschlicher Phänomene. Seine Arbeit thematisiert Momente kollektiver wie subjektiver Grenzerfahrung, die er konzeptionell wie formal-ästhetisch in sein Werk einbindet. Peter Kees arbeitet mit verschiedenen Medien, von Intervention und Performance über Video und Fotografie. Im weitesten Sinn stellt seine Arbeit Fragen nach dem So-Sein, aber auch nach Sehnsüchten, Visionen und Idealen. Die Werke sind zugleich als eine "menschlich-gesellschaftliche" Hinterfragung zu verstehen. Seit 2006 verkörpert Peter Kees die Kunstfigur „S.E. Botschafter Arkadiens“. Bisher waren seine Arbeiten u.a. auf der Mediations Biennale in Posen (Polen), auf der Havanna Biennale (Kuba), im Museum of Contemporary Art Skopje (Mazedonien), in La Capella Barcelona (Spanien), im PAN Palazzo delle Arti Napoli (Italien), in der Neue Nationalgalerie Berlin, im Berliner Martin-Gropius-Bau, am Kunsthaus Bregenz (Österreich), an der Kunsthalle Rostock und am ACC Weimar zu sehen.

Prof. Dr. Eva Koethen
Geboren und Schulzeit in Heidelberg; Studium an der Kunstakademie München und der Hochschule für Bildende Künste Berlin sowie der Kunstwissenschaft, Philosophie und Psychologie an den Universitäten; Promotion in Bochum über das Problem der Kunstrezeption (Max Imdahl); Staatsexamina für Lehramt an Gymnasien. Seit Studienzeiten Beschäftigung mit ostasiatischer Kultur, 1979 erster Japanaufenthalt; seit 1982 Vorträge und Aktionen zur Kunst, u.a. Kunstmuseum Bochum, Akademie der Künste/Berlin, Kunstraum Schloss Buchberg und Universität Graz, Österreich; seit 1985 Einzelausstellungen und Beteiligungen im In- u. Ausland, u.a. Berlin, München, Wien, New York, Yokohama/Japan und Xi’an/China. 1987-92 Assistentin an der Hochschule der Künste Berlin, 1991 Lehrauftrag für Kunsttheorie an der Humboldt Universität Berlin; 1993-95 Klassen für Malerei und Collage an der Internationalen Sommerakademie für Bildende Kunst Salzburg (Atelier del Sur). Seit 1992 freischaffende Künstlerin und Beginn der Installations- und Bodenbilder. 1996 Universitätsprofessur für Bildende Kunst an der Leibniz Universität Hannover; Konzeption künstlerisch-wissenschaftlicher Forschung und Lehre mit transkultureller Ausrichtung sowie Aufbau internationaler Kooperationen. 1998-2019 Leiterin des Instituts für Ästhetische Bildung, später Gestaltungspraxis und Kunstwissenschaft (IGK).
Lilli Knodt, M.A.
Lilli Knodt ist Religions- und Kulturwissenschaftlerin; ging als Volunteer nach Indien in die Santaldörfer Ghosaldanga und Bishnubati. Gewinnerin eines „Predoc – Awards“ mit Jahresstipendium der Universität Leipzig zu einem Thema über Wirtschaftsethik und Religion (2020). Sie lebt in Leipzig und Berlin.
Dr. Reinhard Knodt
1. Vorstand
Reinhard Knodt wurde 1951 in Dinkelsbühl geboren. Er studierte in Heidelberg und Erlangen, philosophische Lehrer waren Hans-Georg Gadamer, Manfred Riedel und Friedrich Kaulbach. 1977-1980 lehrte er als Dozent am Jesuitencollege Maynooth in Irland. 1981-1983 war er Assistent für Germanistik an der Universität Bayreuth bei Walter Gebhard, mit dem ihm eine lebenslange Freundschaft verband. 1983 promovierte er zudem im Fach Philosophie an der Universität Erlangen-Nürnberg. 1984-1992 folgte dort die Vertretung eines C3-Lehrstuhls für klassische Philosophie als wissenschaftlicher Rat. Ab 1985 wirkte Knodt als Mitherausgeber der Nürnberger Blätter. 1990/91 ging er im Rahmens eines Habilitationsstipendiums der DFG an die Pennsylvania State University, 1992/93 folgte ein Arbeitsaufenthalt an der New School New York bei Wolfgang Schirrmacher, bevor er 1993/94 als Lehrstuhlvertretung für Hannes Böhringer (GHK Kassel) nach Deutschland zurückkehrte. 1994 wechselte er aus dem Lehrbetrieb zum Bayerischen Rundfunk mit den Tätigkeitsschwerpunkten Philosophiepodien, Nürnberger Autorengespräche, Bamberger Hegelwochen, philosophische Essayistik, Featurearbeiten und Architekturkritik. Eine Anzahl literarischer Bücher führten zu regionalen Literaturpreisen und einer Turmschreiberschaft in Abenberg sowie zu einem Literaturpreis der Bayerischen Akademie. 2003 kehrte er in den akademischen Lehrbetrieb zurück und unterrichtete Kunstphilosophie an der Universität der Künste Berlin sowie klassische Philosophie an der Universität Bamberg. 2013 eines Reiseseminars (Philosophie für Kreative) für Künstler und allgemein Interessierte sowie 2018 der Akademie. Seit 2020 gibt es das „Berliner Philoquium“ zusammen mit der Bublitz-Galerie „Thesaurus“. Verhandelt werden dort zweimonatlich Fragen zwischen Kunst, Religion und Philosophie. Neben der Errichtung eines philosophischen Zentrums zur Begegnung von Kunst, Religion und Philosophie in Röthenbach a. d. Pegnitz (www.Schnackenhof.de) gründete sich 2018 auf seine Initiative die Akademie für west-östlichen Dialog der Kulturen, deren Vorsitz er innehat.
Dr. Sebastian Knöpker
Sebastian Knöpker, geb. 1975, Dr. phil., Politikwissenschaftler, Philosoph, Übersetzer, Forschungsinteressen: Phänomenologie, Praxis und Theorie des Hedonismus, ist Deutschlands einziger „staatlich anerkannter“ Hedonist und erklärt in Seminaren den Gebrauch der Lüste dort, wo es wirklich drauf ankommt, im Hospiz (Gastrosophie) und in der Psychiatrie (Lust am Leiden). Er fängt geduldig Lustquanten und Glückseinsprengsel ein und verdichtet sie zu einer Politik der Lust, zu einer hedonistischen Selbstregierung.
Michaela Moritz, M.A.
Michaela Moritz, 1968 in Nürnberg geboren, arbeitet freiberuflich als Philosophielehrerin, Journalistin, Texterin und Fotografin. Sie hat Philosophie, Germanistik, Volkswirtschaft und Theologie studiert und war lange als Redakteurin bei der Pegnitz-Zeitung in Lauf/Pegnitz beschäftigt. Philosophisch beschäftigt sie sich vor allem mit Aspekten des guten und schönen Lebens und verfolgt dabei weniger ein dozierendes als ein sokratisch-dialogisches Konzept. Gemeinsam mit Reinhard Knodt, Undine Stier, Anja Schmickal und einigen anderen betreibt sie in Röthenbach/Pegnitz den „Schnackenhof“, ein Zentrum für Philosophie, Spiritualität und Festlichkeit.
Dr. Dr. mult. Manfred Osten
Manfred Osten wurde 1938 in Ludwigslust geboren. Er studierte Rechtswissenschaften, Philosophie, Musikwissenschaften und Literatur in Hamburg und München, sowie Internationales Recht in Luxemburg. Als langjähriger Diplomat der Bundesrepublik Deutschland arbeitete er unter anderem acht Jahre in Japan. 1995 bis 2004 wirkte er als Generalsekretär der Alexander von Humboldt-Stiftung. Er ist Goethe-Spezialist, Kritiker (FAZ) und Autor zahlreicher Bücher. Sein diplomatisches und akademisches Wirken wurde er mit internationalen Auszeichnungen und Ehrendoktortiteln gewürdigt
Dr. Matthew Pritchard
Matthew Pritchard ist Musikwissenschaftler und Pianist. Nach seinem BA und MPhil in Cambridge ging er an die Royal Holloway, University of London, um seine Doktorarbeit mit dem Titel "Analyse und Melodie im späten Beethoven" zu schreiben. Er studierte darüber hinaus bengalische Musik, für die er ein Jahr nach Indien ging und sich auf die Lieder von Rabindranath Tagore an der von Tagore gegründeten Universität Visva-Bharati in Santiniketan, Westbengalen, konzentrierte und mit Mohan Singh Khangura und Malay Shankar Chattopadhyay (2009-10) lernte. 2010 nahm er in Cambridge ein Postdoktorandenstipendium der British Academy auf. Matthew Pritchard ist Dozent für musikalische Ästhetik an der Universität Leeds, England.
Thomas Riedinger
Thomas Riedinger ist Töpfer sowie Teelehrer in der in der japanischen Ueda-Senke-Tradition, die er in Deutschland als Vorstandsmitglied des Ueda Soko e.V. vertritt. Öffentliche Vorführungen führen ihn durch ganz Deutschland. Seine Arbeit als Keramik-Künstler widmet er der Ästhetik der japanischen Tee-Keramik im Geiste des Teeweges (jap. Chado), der tief vom Zen-Buddhismus beeinflusst ist. Seine Teekeramik wurden u.a. im Keramikmuseum, Berlin ausgestellt. Er arbeitet als Werklehrer an der Parzival-Schule in Berlin.
Ramesh Samphui, Ass.-Prof., Amity Universität, Indien
Ramesh Samphui stammt aus Westbengalen, Indien. Er studierte Bildende Kunst an dem von Rabindranath Tagore gegründeten Kala-Bhavana-Institut für Bildende Kunst der Visva-Bharati Universität in Shantiniketan, Indien. Seit Juni 2019 ist er Assistenzprofessor an der indischen Amity Universität in Haryana und promoviert derzeit parallel in Bildender Kunst an der Himachal Pradesh Universität in Shimla. Seine Artikel über zeitgenössische indische Kunst wurden auf nationaler Ebene in verschiedenen indischen Zeitschriften veröffentlicht.
Julian M. H. Schindele
Julian M. H. Schindele ist Künstler, Kunsthistoriker und Kurator. Er studierte Betriebswirtschaftslehre, Philosophie und Kunstgeschichte an der Universität Potsdam, an der Freien Universität Berlin und der Humboldt Universität Berlin. 2011 gründete er das Kuratorenbüro Bublitz, das sich seitdem zu einem Institut an der Schnittstelle zwischen künstlerischer Produktion, kuratorischer Erzählung und Kulturgeschichte entwickelt hat. Bublitz ist seit 2017 eine gemeinnützige GmbH, deren künstlerischer Leiter und Geschäftsführer Schindele ist.
Thorsten Schirmer, 教授 (Professor), West Anhui Universität, China
2. Vorstand
Thorsten Schirmer wurde 1969 in Hannover geboren. Er arbeitet seit 1984 im Stil der klassischen Chan-Malerei, die er sich rein autodidaktisch angeeignet hat. Auf das traditionelle Landschaftsthema im Chan-Stil der „Verschütteten Tusche“ spezialisiert, gestaltet er seine Werke seit 1996 nur mit den Fingern und schwarzer Tusche. Die auch in China sehr seltene Hinwendung zu diesen alten Ausdrucksformen und Maltechniken brachte ihm im Mutterland dieser Kunst hohe Anerkennung ein. Bereits mit 21 Jahren wurde er u. a. zum Gastdozenten der Pädagogischen Hochschule Anhui ernannt, seit 2013 ist er Professor der West Anhui Universität. Er veröffentlichte Forschungsarbeiten über die Frühphase der Chan-Malerei unter Li Gonglin (1049-1106) sowie die Landschaftsmalerei im Chan-Stil der „Verschütteten Tusche“ des chinesischen Mönchsmalers Yujian (13. Jhd.) und seiner japanischen Nachfolger. Forschungsaufenthalte führten ihn u.a. nach China, Japan, USA und Großbritannien. Seine Werke wurden in China, den USA und in Deutschland ausgestellt. Neben zahlreichen Fachartikeln verfasst er Bücher über die Maltradition Chinas und Japans, die dieser zugrunde liegenden Philosophie sowie den kulturellen Hintergrund. Thorsten Schirmer hat viele Kunstaustauschprojekte in Deutschland und China organisiert und ist Initiator der Partnerschaft zwischen der Region Hannover und der chinesischen Präfektur Luan.
Prof. Dr. Dr. Bertram Schmitz
Bertram Schmitz studierte Religionswissenschaft, ev. Theologie, Orientalistik (Indologie, Semitistik, Sinologie), Slawistik und Philosophie. 1990 promovierte er in Religionsphilosophie / Systematische Theologie (Dr. theol.) sowie 1994 in Religionswissenschaft (Dr. phil.). 2003 folgte seine Habilitation in Religionswissenschaft (habil. phil). Er lehrte 1994-2003 in Marburg Religionswissenschaft und Systematische Theologie/Philosophie, 1998-2002 Halle/Saale Malayalam und Altgeorgisch sowie 2002-2011 in Hannover Religionswissenschaft. 2004-2006 war er Religionswissenschaftlicher Dozent für Islamischen Religionsunterricht an. der Universität Osnabrück. Es folgten 2006-2011 Professurvertretungen in Jena, Münster, Göttingen, Bielefeld. Seit 2012 ist er Lehrstuhlinhaber für Religionswissenschaft in Jena. Seine Forschungsgebiete sind das interreligiöse Verhältnis von Judentum und Christentum im Spiegel des Korans als Mittel der historisch kontextuellen Koraninterpretation sowie der Kunst als Darstellung des Wirklichkeitsverständnisses in Religionen.
Prof. Dr. Harald Seubert
Harald Seubert, geboren am 12.5. 1967 in Nürnberg, studierte Philosophie, evangelischen Theologie, Literatur und Geschichte in Erlangen, München, Wien, Frankfurt/Main, Würzburg. Er promovierte 1997 in Erlangen bei Manfred Riedel mit einer Arbeit über Heidegger und Nietzsche und habilitierte sich 2003 in Halle/Saale mit einer Untersuchung über Platons Rechtslehre. Assistent und Privatdozent in Halle/Saale zwischen 1997 und 2009, 2006-2012: Professor für Kulturtheorie des deutschen Sprachraums an der Adam Mickiewicz-Universität Poznan (Posen) /Polen, 2009-2013 darüber hinaus Privatdozent an der Universität Bamberg und Gastprofessor für Religionstheorie in Erlangen, Gastprofessor am Romano Guardini-Lehrstuhl der Universität München und seit 2010 an der Hochschule für Politik, München. Seit 2012 Ordentlicher Professor für Philosophie und Religionstheorie an der STH Basel. Seit 2016 Präsident der Internationalen Martin Heidegger-Gesellschaft. Zahlreiche Buchpublikationen, jüngst: Heidegger: Ende der Philosophie oder Anfang des Denkens, Alber: 2019; Digitalisierung. Die Revolution von Polis und Seele, Nomos 2019, Heidegger-Lexikon, Brill 2020. Er ist an Grundfragen der Philosophie, dem Verhältnis von Metaphysik und Moderne und an Korrelationen, u.a. von Denken und Dichtung, Philosophie und Kunst und Fragen interkultureller Philosophie, an Hermeneutik und Hermetik und dem Esel als philosophisches Tier besonders interessiert.

Dr. Johannes S. Sistermanns
1955 in Köln geboren, ist Musiker, Komponist und bildender Künstler. Sistermanns studierte zwischen 1976–84 Klavier, Rhythmik und Komposition / Neues Musiktheater (Mauricio Kagel). 1979 studierte er in Vanarasi Nordindischen Gesang an der Benares Hindu University B.H.U. 1989 promovierte er in Musikwissenschaft. 1991/92 lebte er in Paris [Begegnung mit Luc Ferrari], 1995/96 in New York [The Tao of Voice Methode, Prof. Stephen Cheng], 2001 in Japan und immer wieder in Australien. 1997 bis 2010 war er Vizepräsident der DEGEM, Deutsche Gesellschaft für Elektroakustische Musik. Sein Werk besteht aus installativer KlangPlastik, Hörstück, Performance sowie elektroakustischer Komposition, live Satelliten-/Internet- Klang-Performance, graphischer Notation und Instrumentalkomposition. Weltweite Einladungen zu Festivals [EXPO 2000 Weltausstellung Hannover, Donaueschinger Musiktage] und Klangkunst-Ausstellungsprojekten, Radiostationen, Gastdozenturen, Vorlesungen sowie CD Publikationen machten sein klangplastisches Werk international bekannt. Sistermanns wurde 1997 mit dem Karl-Sczuka-Förderpreis [SWR] und dem Deutschen Klangkunst-Preis 2008 [WDR Köln, Skulpturenmuseum Marl] ausgezeichnet, ist Preisträger im Prix PRESQUE RIEN [Luc Ferrari] Paris 2015, erhielt den 1. Preis im „Leibniz Harmonien“ Internationalen (China-Deutschland) Kompositions-Wettbewerb Hannover 2016 sowie 2019 den 1. Preis im ‚dokKa KurzDoku’ Internationalen Dokumentarfestival Karlsruhe/SWR2 sowie den ‚12. Deutschen Musikautorenpreis 2020’ der GEMA in der Kategorie Komposition | Klangkunst. Seit 2019 ist er Delegierter im „Deutscher Kulturrat“ Berlin sowie Mitglied der ‚Akademie Deutscher Musikautoren’ Berlin.
Gerhard Steinle
Gerhard Steinle, geboren 1951, ist bildender Künstler und lebt in Nürnberg. Er absolvierte zunächst eine Ausbildung zum Kirchenmaler und Restaurator und studierte anschließend Malerei bei Professor Wendland und Professor Weil an der Akademie der bildenden Künste, Nürnberg. Studienreisen führten ihn u.a. nach Marokko, Peru, Thailand, Indien, Sumatra, Mazedonien. Er ist Mitglied im Berufsverband Bildender Künstler. Über sein Schaffen sagt er: „Ich versuche meine Beobachtungen und Wahrnehmungen malerisch, zeichnerisch und dreidimensional umzusetzen, im Ergebnis entstehen auf das wesentliche abstrahierte Arbeiten.“
Dr. Annette v. Stieglitz
Annette v. Stieglitz, Jahrgang 1959, ist seit 2003 Leiterin der Volkshochschule Langenhagen sowie Abteilungsleiterin für die Stadtbibliothek, Musikschule und das Stadtarchiv Langenhagens. Zuvor war sie wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Universität Göttingen am Institut für Wirtschafts- und Sozialgeschichte sowie Lehrbeauftragte am Historischen Seminar der Universität Hannover und am Lehrstuhl für Wirtschaftsinformatik/Institut für Angewandte Kulturwissenschaften der Universität Münster. Sie ist Mitglied der Historischen Kommission für Niedersachsen und Bremen und der Historischen Arbeitsgemeinschaft für Schaumburg. Wissenschaftlicher Schwerpunkt: Verfassungs- und Verwaltungsgeschichte der Frühen Neuzeit.
Dr. Thomas Würtz
Thomas Würtz studierte Islamwissenschaft, Politikwissenschaft und Philosophie in Bamberg und Kairo. Er promovierte über die Islamische Theologie im 14. Jahrhundert am Orientalischen Seminar der Universität Zürich. Dozententätigkeit im Fach Islamwissenschaft führten ihn an die Universitäten Zürich, Bern, Aarhus (Dänemark) und die Freie Universität Berlin. Er engagiert sich im interreligiösen Dialog in Zusammenarbeit mit der Schweizer Jesuitenmission in Bad Schönbrunn (Schweiz) sowie in Lahore (Pakistan). Er organisierte und begleitete Dialog- und Kulturreisen nach Bosnien, Jemen, Ägypten und Georgien. Zur Zeit ist er an der Katholischen Akademie Berlin für das Projekt „Erinnerte Zukunft“ zur interreligiösen Versöhnungsarbeit und den Dialog der Religionen in Berlin verantwortlich.
Jan-Michael Ehrhardt
Jan-Michael Ehrhardt, Jahrgang 1964, studierte an der Hochschule für Kunsttherapie in Nürtingen (heute: Hochschule für Wirtschaft und Umwelt Nürtingen-Geislingen) Kunsttherapie. Nach seinem Abschluss arbeitete er als Kunsttherapeut im Psychiatrischen Landeskrankenhaus Reichenau in Konstanz, bevor er 1998-2005 im Intersein-Zentrum, einem Laienkloster in der Traditionslinie des Zen-Meisters Thich Nhat Hanh lebte und praktizierte. Seit 2005 lebt er und arbeitet er als Kunsttherapeut in Neustadt a. Rbg. bei Hannover. 2012 wurde er von Thich Nhat Hanh zum Dharmalehrer ernannt. Neben seiner zen-buddhistischen Lehrtätigkeit praktiziert er Zen-Malerei und hat sich auf Katzendarstellungen spezialisiert.
Dieter Schubert
Dieter Schubert, Jahrgang 1939, studierte Lehramt für Philosophie, Mathematik und Physik und ist Oberstudienrat i.R., darüber hinaus lehrte er an der Tongji-Universität Shanghai im Rahmen eines Hochbegabtenförderungsprojektes der Bundesrepublik Deutschland Mathematik, Physik und Technisches Zeichnen. Zudem machte er sich in Deutschland und China im Rahmen eines Forschungsprojektes über den deutschen Arzt und Tongji-Begründers Dr. Erich Paulun einen Namen. Er betreibt eine Galerie für chinesische Kunst in Lehrte und engagiert sich seit vielen Jahren als Repräsentant der chinesischen Provinz Shandong in Deutschland.
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